Tachosignal Saab 900

Werksseitig sind viele Youngtimer bereits mit einem Geber für das Tachosignal bzw. das Geschwindigkeitssignal ausgestattet. Dieses Signal wird z. B. für Tempomaten oder auch Fahrassistensysteme wie das ABS oder die Traktionskontrolle genutzt. Wenn man in ein Fahrzeug ein Navigationsgerät einbauen will, kann man dieses Signal abgreifen. Hierdurch erhält das Gerät neben den GPS Koordinaten eine zusätzliche Geschwindigkeitsinformation, um auch in Bereichen ohne GPS Empfang die Navigation fortführen zu können. Einige Navigationsgeräte, und dazu gehören die der Firma Becker, benötigen ein sogenanntes Rechtecksignal, welches aus vier Impulsen pro Radumdrehung besteht.

Frühe Saab 900 I (bis 1990)  sind mit einem Zusatzbauteil am Tacho ausgerüstet. Dabei handelt es sich um eine kleine Eisenspule. Befindet sich die Tachowelle in Rotation, gleitet ein magnetischer Eisenstift an der Spule vorbei und induziert eine Spannung. Das Ergebnis ist ein sinusförmiges Spannungssignal im Millivoltbereich. Dieses kann für die Einspeisung in ein Navigationsgerät nicht genutzt werden. Man erkennt dieses Bautei an zwei runden Eisenpins neben dem Tachowellenschluss.

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Späte Saab 900 (ab 1990) besitzen bereits einen sogenannten Hallgeber im Kombiinstrument, zu erkennen an einem dreipoligen Steckeranschluss. Dieser generiert bei Bewegung der Tachowelle das benötigte Rechtecksignal.

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Um die frühen Saab Modelle auch mit einem Navigationsgerät ausstatten zu können, ist es also notwendig das benötigte Signal zu erzeugen. Dies kann man umsetzen, indem man das Kombiinstrument umbaut oder aber einen zusätzlichen Signalgeber verbaut. Die ausgereifteste Lösung ist ein Signal-Adapter, welcher an die Tachowelle angeschlossen wird. Im Saab 900 wird dieser zwischen Getriebeausgang und Tachowelle montiert. Die Spannungsversorgung erfolgt über die Anschlüsse des Radios. Das Tachosignal wird mit einem zusätzlichen Pin in den Radiostecker integriert.