Lambdaanzeige

Wir beschäftigen uns seit geraumer Zeit mit der K-Jetronic. Wir konnten auch einige persönliche Erfahrungen mit dem K-Jet System durch unsere eigenen Fahrzeuge Mercedes 280CE (W123 Baureihe) und dem Puch 280GE (W460 Baureihe) sammeln. Vor allem bei Fahrzeugen, die wenig bewegt werden, gibt es oft Probleme mit Ablagerungen im Kraftstoffsystem. Hier kommt es zu schleichenden Änderungen in den Drücken (System- und Steuerdruck). Neben dem Startverhalten wird auch der Motorlauf durch die fehlerhafte Gemischbildung beeinflusst. Wenn nun kein eigenes Abgastestgerät zu Verfügung steht, gibt es dennoch eine Möglichkeit jederzeit die korrekte Gemischbildung zu kontrollieren. Dies klappt hervorragend mit einer Lambdaanzeige. Mit dieser können aber nicht nur Fehler erkannt werden. Auch bietet sich ein solches System an, um die Einspritzanlage korrekt einzustellen (Stickwort: CO Einstellschraube) und hierdurch den Verbrauch im Zaum zu halten.

das komplette AEM Lambdaanzeigen Kit vor dem bereits gebohrten Hosenrohr

Wir haben uns für ein System von der Firma AEM entschieden, da dieses mit einem ‘relativ’ schlichten Rundinstrument geliefert wird. Im Tuningsektor ist AEM als ein sehr zuverlässiger Anbieter bekannt. Die AEM Lambdaanzeige beinhaltet alle Komponenten, um das System zum Laufen zu bringen. Dafür ist der Preis von ca. 200 Euro nicht zu hoch. Zum Anschluss müssen dennoch einige Schritte vorgenommen werden. Der entscheidendste ist die Positionierung der Lambdasonde. Diese haben wir wie in einem modernem Fahrzeug im Flammrohr/ Hosenrohr installiert. Es muss dringend auf den Freigang geachtet werden. Auch sollte die Lamdasonde eher zur Seite oder nach oben zum Fahrzeug eingeschraubt werden, um ein Hängenbleiben zu verhindern. Zur Montage muss ein entsprechend grosses Loch gebohrt werden. AEM liefert den passenden Schweissadapter dann gleich dazu. Diesen haben wir eingeschweisst und die Gelegenheit genutzt, das Hosenrohr mit Temperatur festem Lack zu verschönern.

hier ein Bild des fertigen Hosenrohrs mit eingeschraubter Lambdasonde

Der Anschluss der Verkabelung gestaltet sich relativ simpel. Der Kabelsatz für die Sondenheizung und das Signal ist komplett vorkonfektioniert und kann direkt angesteckt werden. Der Kabelsatz für die Versorgung muss eingelötet oder mit den beiliegenden Quetschverbindern angeschlossen werden. Die Anleitung lässt hierzu aber keine Fragen offen. Als finaler Installationspunkt steht die Positionierung der Anzeige an. Bei einem Klassiker ist die Montag eines modern anmutenden Instruments Geschmacksache. Sicher kann man sich einen Halter bauen und die Anzeige im Handschuhfach verstecken. Wir haben uns dazu entschieden, das relativ unaufdringliche Rundinstrument in der Mittelkonsole unseres Puch 280GE einzubauen. Da wir kein Loch- oder Kronenbohrer in entsprechender Grösse zur Hand hatten, haben wir uns eines Tricks bedient. Man zeichnet zuerst einen Kreis auf die Fläche. Dann werden mit einem kleinen Bohrer eng bei einander liegende Bohrungen entlang der Kreislinie gesetzt. Dann wird auf einen etwas gößeren Bohrer gewechselt. Alle Löcher werden nun nachgebohrt. Hierdurch werden die Stege so schmal, dass diese mit einem Seitenschneider gekappt werden können. Das Loch kann nun mit einer Feile abgerundet werden.

das Loch in der Mittelkonsole bereits auf Maß aufgefeilt

Die finale Montage der Lambdaanzeige gelingt mit der beiliegenden Klammer. Diese wird von hinten auf das Instrument aufgesteckt und mit zwei Rändelmuttern fest gezogen. Das System heizt mit Drehen des Zündschlüssels die Lambdasonde vor und liefert innerhalb von wenigen Sekunden einen konkreten Lambdawert (mittig – Digitalanzeige) als auch das Luft-Kraftstoff Geschmischverhältniss im umliegenden Ring.

das fertige Ergebnis